Modell: Lokomotive mit Multiprotokoll-Digital-Decoder und umfangreichen Geräuschfunktionen. Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel eingebaut. 4 Achsen angetrieben. Haftreifen. Lokomotive und Tender sind größtenteils aus Metall gefertigt. In die Lokomotive kann der Rauchsatz 72270 eingebaut werden. Das Zweilicht-Spitzensignal wechselt mit der Fahrtrichtung. Sie und der Rauchsatzkontakt konventionell in Betrieb, digital schaltbar. Für die Beleuchtung werden warmweiße LEDs verwendet. Angesetzte Windleitbleche sind vorhanden. Feste Kurzkupplung mit Kulissenführung zwischen Lok und Tender. Am Tender hinten und vorn an der Lokomotive Kurzkupplung mit NEM-Aufnahme. Viele angesetzte Details wie Keder und Sandrohre. Kolbenschutzmanschetten, Bremsleitungen, eine imitierte Vorbildkupplung und ein Dekorbogen zur vorbildgerechten Beschriftung der Windleitbleche liegen bei.
Länge über Puffer 21,1 cm / 8-5/16". Die Betriebsnummer 56 765 der Deutschen Reichsbahn der DDR ist ein absolutes Unikat. Sie entstand im Juni 1939 aus dem Umbau der ehemaligen preußischen G 8.1 (DRG-Betriebsnummer 55 4131) durch die DRG. Ziel war es, die Laufeigenschaften dieser Lokomotive mit acht Antriebsrädern durch den Anbau eines Bisselrahmen-Vorlaufwagens zu verbessern und die Geschwindigkeit auf 70 km/h zu erhöhen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verblieb es bei der DR in der DDR und arbeitete bis in die sechziger Jahre im Personen- und Güterverkehr, während es im Werk Heringsdorf auf der Insel Usedom stationiert war. Dort war sie wegen der zeitweise starken Winde vom Meer ausnahmsweise sogar mit Windleitblechen ausgestattet. Der Schriftzug „Lok-Brigade Fritz Reuter“ zeigt die besondere Sorgfalt dieser Lokomotive durch dieses Team und erinnert an den plattdeutschen Schriftsteller und Demokraten Fritz Reuter, der im 19. Jahrhundert lebte.