Und die Entscheidung war gefallen: Ich kaufte mir ein Startset in Spur N, baute es zu Hause auf dem Tisch auf – und fuhr los.
Dann kam meine Frau herein und sagte:
„Räum das weg, wir essen jetzt!“
Tja – und was nun? Wie das Ganze wegräumen? Es ist eine Menge Arbeit, und durch das ständige Zerlegen leiden die Schienenkontakte, sodass die Züge irgendwann nicht mehr fahren.
Also überlegte ich: Wie könnte ich fahren – und dann auf Befehl schnell alles wieder verstauen?
So entstand die Grundidee: eine feste Trägerplatte aus Sperrholz, oben und unten verbunden durch innere Rippen, die für Stabilität sorgen. Im Inneren war Platz für den Trafo und andere Komponenten. Die ganze Anlage ließ sich mit einem Kartondeckel abdecken und einfach unter das Bett oder auf den Schrank schieben. Kein mühsames Auseinanderbauen mehr.
Damit war klar: Für die Entstehung des I-Track-Systems ist eigentlich meine Frau verantwortlich –
I-Track steht nämlich für Intelligent Track.
Heute heißt diese erste Platte Startplatte und wird in mehreren Größen hergestellt.
Mehrere Startplatten lassen sich einfach verbinden, sodass größere Anlagen entstehen, die trotzdem schnell verstaut werden können.
Vom kleinen zum großen Anlagenbau
Nach einer Woche wurde mir das kleine Layout zu langweilig – ich wollte etwas Größeres bauen.
Ich recherchierte, wie man eine „richtige“ Anlage baut – und bekam fast einen Schock.
Überall fand ich schwere Konstruktionen aus Spanplatten, OSB-Platten, Laminat, Hartschaum, Sperrholz, riesige Rahmen, Staub, Sägespäne und Chaos.
Und ich war überzeugt: Solche Konstruktionen verziehen sich oder brechen irgendwann.
Also – so nicht! Aber wie dann?
Da ich mich in unserer Firma täglich mit der Konstruktion und Produktion von RC-Flugzeugen und -Schiffen beschäftige, begann ich, ein System für den einfachen, schnellen und präzisen Aufbau von Modelleisenbahnanlagen zu entwickeln.
Ich stellte fest, dass es klare Normen für Steigungen, Gleisbettbreiten usw. gibt.
Für meine Spur N-Anlage nutzte ich denselben Grundgedanken wie bei der ersten Platte, jedoch mit vielen Verbesserungen.
So entstand eine leichte und gleichzeitig äußerst stabile Konstruktion aus zwei selbsttragenden Grundplatten, zu einem „L“ (160×130 cm) verbunden und 160 mm hoch.
Im Gegensatz zu all den schweren Bauweisen im Internet ist meine Platte leicht, steif und benötigt nur einen einfachen Rahmen am Rand.
Geräuschdämmung und Materialwahl
Sehr wichtig ist die Schalldämmung.
Die Gleise müssen auf einem Material liegen, das Vibrationen und Geräusche absorbiert – sonst wird man überrascht, wie laut ein Zug wirklich ist. Das Rattern kann den ganzen Eindruck zerstören.
Zur Dämpfung von Schwingungen und Lärm verwende ich hochwertiges Polypropylen – kein Polystyrol!
Aus diesem Material bestehen nicht nur die Gleisbetten, sondern auch Dämme und Rampen.
Dank der vorgefertigten Teile (Rampen, Dämme, Gleisunterlagen) geht der Aufbau sehr schnell – man braucht nur ein scharfes Messer und eine Heißklebepistole.
Unter Bahnhöfen sind die Platten vollflächig und schwarz gefärbt, um dem echten Gleisbett zu ähneln.
Dann lege ich die Gleise genau so, wie ich sie haben möchte, und beginne, die Rampen und Dämme Stück für Stück zu kleben.
In Kurven verwende ich die Flexi-Version, die sich leicht biegen lässt.
Wenn Gleise höher geführt werden sollen, verwende ich Dämme in der benötigten Stärke als Unterlage und klebe darauf die nächsten Segmente.
Das Ganze ist stabil, leicht und schnell gebaut – meine Spur N-Anlage (über 20 Meter Gleise) war an einem Wochenende fertig, und nach zwei Tagen fuhren die ersten Züge.
Umstieg auf H0
Modelle der Spur N sind wunderschön, aber alles ist winzig – man braucht ständig eine Brille.
Also beschloss ich, auf Spur H0 umzusteigen.
Alles ist größer und besser sichtbar – allerdings braucht man dafür natürlich auch mehr Platz.
Diesmal musste ich sorgfältiger planen.
Die Grundplatten wurden größer und modular, sodass sich fast beliebig große Anlagen aufbauen lassen.
Die Rahmen aus gehobelten Leisten (40×40 mm) sind exakt an die Platten angepasst.
Die Verbindung erfolgt über einfache Eckverschlüsse.
Dann geht es weiter wie zuvor: Auf die Basis kommt das 5 mm starke, schalldämpfende Gleisbett, Rampen, Dämme usw.
Für Strecken in größeren Höhen oder zur Überwindung von Steigungen entwickelte ich gekrümmte und gerade Sperrholzsegmente, deren Formen dem gängigen Gleissystem entsprechen.
Die Segmente gibt es ein- oder zweigleisig und sie werden auf höhenverstellbaren Sperrholzstützen montiert.
Für kontinuierliche Steigungen steht die Spirale „Rondela“ zur Verfügung – erhältlich für H0, TT und N.
Das gesamte I-Track-System ist ein Baukastensystem, bei dem alle Teile präzise ineinandergreifen.
Technik und Ausstattung
Die Grundplatten und Schattenbahnhöfe besitzen integrierte Kabelführungen und Ablagefächer.
Alle Steuerungen können im Inneren der Platte untergebracht werden.
In den 160 mm hohen Platten ist Platz für Steuertablets, Beleuchtungs- und Weichensteuerungen, Drehscheiben und Signale.
Einige Ausführungen verfügen über ausziehbare Halterungen für die Elektronik – einfach herausziehen, wenn Sie fahren möchten, und nach dem Betrieb wieder einschieben.
Alles bleibt sauber und staubgeschützt.
An den Seiten lassen sich Abdeckplatten anbringen – transparent oder weiß und blickdicht – befestigt mit einfachen Drehverschlüssen.
Über Hacker Model Production
Unsere Firma beschäftigt sich seit 1990 mit der Herstellung von RC-Flugzeugen und -Schiffen.
Wir verfügen über eine professionelle technische Ausstattung – Laser-Schneidanlagen, 3D-Drucker, CNC-Fräsen und Maschinen zur Bearbeitung von Kunststoffen, Laminaten, Holz und Papier.
Das I-Track-System wurde in unser Produktionsprogramm aufgenommen.
Wir fertigen die Standardkomponenten und entwickeln ständig neue Segmente, um den Baukasten noch vielseitiger zu machen.
Die Vorteile des I-Track-Systems
Das I-Track-System erleichtert Modellbahnern den Aufbau von Anlagen jeder Größe und ermöglicht es, sich auf das Bauen und Gestalten zu konzentrieren, statt zu sägen, schleifen und aufräumen.
Der größte Vorteil: Keine schweren Rahmen nötig!
Dank der Hohlkastenbauweise sind die Platten leicht, stabil und selbsttragend.
Die Rahmen liefern wir als einfachen Bausatz.
Teure Werkzeuge sind nicht erforderlich.
Beim Bau mit dem I-Track-System entsteht kaum Staub oder Abfall.
Kurven lassen sich mit fertigen Sperrholzsegmenten oder flexiblen Rampen und Dämmen realisieren.
So entsteht der Anlagenunterbau schnell und präzise, und man kann sich bald dem schönsten Teil widmen – dem Gestalten der Landschaft.
Wir bieten auch Komplettsets für Standardanlagen an – nichts muss geplant oder berechnet werden, einfach zusammenbauen.
Alle Rahmen und Platten sind modular und verschraubbar.
Beim Umzug kann die Anlage leicht in Segmente zerlegt und ohne Schaden transportiert werden.
Alle weiteren Informationen finden Sie auf www.Hacker-model.com.
In der Fotogalerie unten sehen Sie meine erste Spur N-Anlage, gebaut aus I-Track-Segmenten.


